Das neue Jahr ist bereits zwölf Tage alt. Dennoch... ich wünsche allen ein glückliches, erfolgreiches, gesundes, gedankenreiches, kreatives, freundliches, sonnenreiches, katastrophenfreies, lächelndes, herzliches, freundschaftliches, bejahendes, optimisches, kraftvolles, gesegnetes, hoffnungsvolles, lichtreiches und tränenarmes Jahr.
Wie das vergangene Jahr geendet hat, so in etwa beginnt das neue meistens auch. Als Auftakt habe ich bei einem Spurt nach der Straßenbahn mein Handy verloren und konnte noch zusehen, wie eine nett und ehrlich aussehende ältere Dame mein Telefon aufhob und einsteckte. Na gut, dachte ich, nette ältere Damen geben Fundsachen generell zurück, da bei ihnen noch die alte Erziehung und moralische Werte greifen. Pustekuchen! Meine Versuche, mein Handy von einem anderen Telefon aus anzurufen, wurden erst ignoriert, um dann das Gerät skrupellos auszuschalten. Auf das dieser alten Schachtel fiese Warzen an den Fingerkuppen wachsen!! Dabei geht es mir in keinster Weise um das Handy, das war ohnehin Schrott. Aber die Telefonnummern! Ich gehöre zu den Leuten, die sich einzig und allein auf die Technik verlassen und sich natürlich die Nummern nicht nach altertümlicher Weise auf einem Blatt Papier notieren. Also... liebe Freunde und Freundinnen, die sich vielleicht wundern, dass sich die liebe Kerstin schon so lange nicht mehr meldet... ich habe Eure Nummern nicht mehr! Bitte ruft mich an oder schickt mir Eure Telefonnummern.
Aber nun zu unserem "Baby", unserem Projekt, dass sich als schwierige Schwangerschaft erweist und wie es aussieht, einige Zeit Bettruhe erfordert. Der von uns entworfene Mietvertrag ist geprüft und geringfügig geändert worden von unserem Rechtsbeistand. Nach einem ersten, etwas ernüchterndem Gespräch mit dem Eigentümer, der uns und unser Drängen auf einen Grundriss und einen Zeitplan für die Bauarbeiten etwas barsch auf März und den Zeitpunkt der Dachfertigstellung verwies, machten sich doch schon wieder ernsthafte Zweifel an der Durchführbarkeit dieses Projektes breit. Aber was wären wir für Marathonläufer, wenn wir uns davon ins Bockshorn jagen ließen. Voller Optimismus, voller Zuversicht haben wir bereits die Hälfte unserer jetztigen 175 qm großen Wohnung geweißt. Bereit, bei einer sich uns bietenden Gelegenheit, wie die Ratten das sinkende Schiff, diese Irrenzentrale hier zu verlassen. Um dem ganzen noch ein Quäntchen mehr Zuversicht zu verleihen, stehen bereits zwei volle Umzugskartons mahnend im Wohnzimmer. Soll soviel heißen wie "wir sind bereit- komme wie es soll"! Ein weiteres Telefonat mit dem Eigentümer ließ uns aufatmen: volle Zustimmung zur Unterzeichnung eines Vorvertrages. Fehlen bloss immer noch die Unterlagen, die wir dringend zur weiteren Planung benötigen. Der Eigentümer bot uns die Hilfe seines Sohnes, der Statiker ist, an. Sind wir noch immer zu ungeduldig? Alles wird gut, alles wird gut.
Noch etwas... um das Schicksal gnädig mit uns zu stimmen, haben wir das Jahr mit einer guten Tat begonnen. Benny wohnt jetzt statt im Tierheim bei uns und ist Flöckchens neuer Freund und inniger Liebhaber. Damit haben wir zwei Hoppler glücklich gemacht. Und die Männerquote in unserem Girlscamp erfüllt!
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