...so dachten wir heute, als wir unweit von unserem zukünftigen Wohnhaus auf dem Feld standen und der Sonne beim Untergehen zuschauten. Alles schien so idyllisch. Pferde, die an den Feldrändern entlangritten, glücklich strahlende Kinderaugen und zufriedenes Hundeschwanzwedeln.
Der heutige Gesprächstermin mit dem Eigentümer des Hauses verlief äußerst positiv. Die leichten Magenschmerzen, mit denen wir nach Malchow gefahren waren, waren schnell verschwunden. Wir erhielten den von uns und unserem Rechtsbeistand entworfenen Mietvertrag zurück. Die Änderungen von seiten des Vermieters beschränken sich auf einige wenige Formulierungen und die Höhe der zukünftig zu zahlenden Betriebskosten. Die letzte Änderung fällt zu unseren Gunsten aus, da der Eigentümer lediglich einen in unseren Augen geringen Pauschalbetrag ansetzt. Nun gut... Alle anderen bisher noch ungeklärten Punkte wie die zeitliche Abfolge der Bauarbeiten und die Leistungsgrenzen wären nun ebenfalls geklärt. Der Eigentümer übernimmt die Dacharbeiten, das Entkernen der Fläche, die Treppenzugänge, den Einbau der Haustüren, die Medienlegung, das Einbringen der Öffnungen für zusätzliche Fenster und die Entsorgung des Bauschuttes. Alles so wie wir es haben wollten. Der einzige Streitpunkt ist nun noch die Fassadendämmung. Der Eigentümer möchte eine Halbierung der Kosten. Soll heißen, wir sollen die Hälfte der Kosten für die Dämmung der Fassade übernehmen. Unser Argument: Wir bewohnen nur die obere Etage und die nicht einmal vollständig. Unser Vorschlag: Wir übernehmen die Kosten für genau die Anteile, die zu der von uns bewohnten Fläche gehören. Ist für uns gerechter, denn warum in aller Welt sollen wir für andere die Fassade dämmen? Mal vom Finanziellen abgesehen.
Am 15. Februar wird das komplette Dach heruntergerissen und die Entkernungsarbeiten beginnen. Diese sollen bis Ende Februar andauern. Es sieht demnach so aus, als würde tatsächlich Anfang März das neue Dach montiert. Das heißt für uns, wir können vielleicht Mitte März mit den Bauarbeiten beginnen. Mädels, lasst schon mal die Maschinen warmlaufen!!!
Was bleibt, ist unser derzeitiges Wohnproblem und die damit verbundenen Kosten. Wir hoffen immer noch auf einen baldigen Auszug des Bewohners des Vorderhauses, dem der Eigentümer sogar Geld bieten will, dafür dass er endlich die Wohnung räumt.
Schade, dass wir heute keine Kamera dabei hatten. Little Paradise mit untergehender Sonne, die den Himmel über Berlin orangerot färbte. Und das mitten in Berlin... na ja nicht direkt in der Mitte, eher am Arsch von Berlin, aber immer noch in Berlin. Und traumhaft schön! Ich freue mich drauf... und blende die vor uns liegende, mörderisch anstrengende Zeit erstmal aus. Alles wird gut werden und nächstes Jahr werden wir jeden Abend einen Spaziergang übers Feld machen und der Sonne beim Untergehen zusehen.
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